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Schülersicht

Vincent Griem, Oktober 2007 

Warum (Mathematik-)Wettbewerbe?

In diesem Jahr habe ich erfolgreich an der ersten Runde des Bundeswettbewerbs für Mathematik teilgenommen und einen 1. Preis erhalten. Ich bin daher sehr froh, dass mich Herr Koop auf diesen Wettbewerb aufmerksam gemacht hat. Dieser Erfolg kam sehr überraschend für mich, denn die Aufgaben sind anspruchsvoll und für alle Klassenstufen gleich. Dieser Preis ist wohl auch der Grund dafür, warum man mich gebeten hat, einen Artikel zu schreiben.
Schon seit vielen Jahren nehme ich an den unterschiedlichsten Wettbewerben teil und nicht immer habe ich Erfolg, aber die Preise sind nicht so wichtig für mich. Natürlich freut man sich darüber, aber entscheidend ist, dass ich über diese Wettbewerbe und meine Teilnahme an der Talentförderung Mathematik der William-Stern-Gesellschaft e.V. viele Gleichgesinnte treffe und schon einige gute Freunde gefunden habe, die meine Freude an der Mathematik (und meine Leidenschaft für Computerspiele) teilen. Klar, die meisten meiner Mitschülerinnen und Mitschüler wundern sich darüber, dass ich beinahe jeden zweiten Samstag 3 Stunden Mathematik an der Universität mache, aber es bringt wirklich Spaß. Wir erhalten keinen Mathematikunterricht wie in der Schule, sondern lösen dort in kleinen Gruppen knifflige Aufgaben. Ich finde es sehr schade, dass sich so wenige Schülerinnen und Schüler für Mathematik interessieren und glauben, Mathematik sei trocken und langweilig. Mathematik kann sehr spannend sein. Leider geht dieser Aspekt im Mathematikunterricht sehr oft unter, weil Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler einen voll gepackten Lehrplan abarbeiten müssen. Dies gilt natürlich auch für viele andere Unterrichtsfächer, wo es auch tolle Wettbewerbe gibt.
Natürlich ist es schwer, Wettbewerbe in einen Schulalltag mit 34 Wochenstunden zu integrieren und man braucht eine Lehrerin oder einen Lehrer, die oder der einen unterstützt. An dieser Stelle möchte ich mich daher ganz besonders bei Herrn Koop für seine Unterstützung bedanken. Die Teilnahme an Wettbewerben lohnt sich in jedem Fall. Man sammelt Erfahrungen, die einem auch in der Schule nützlich sein können und zwar unabhängig davon, ob man Preise gewinnt. Also, keine Angst vor Wettbewerben! Auch ich werde mich in die zweite Runde des Bundeswettbewerbes für Mathematik stürzen. Vielleicht schaffe ich auch diese Runde und wenn nicht, nächstes Jahr gibt es ja wieder die Möglichkeit zur Teilnahme.

Vincent Eric Griem (10z2 im Schuljahr 2007/08)

Aufgabenbeispiel Bundeswettbewerb

Aufgabe 1 Bundeswettbewerb Mathematik 2007
Gegeben sei ein regelmäßiges 2007-Eck.
Die natürlichen Zahlen 1, 2, …, 4014 sollen so auf seine Eckpunkte und Seitenmittelpunkte verteilt werden, dass für jede Seite die Summe der drei Zahlen, die an den Eckpunkten und am Mittelpunkt der Seite stehen, den gleichen Wert hat.
Man zeige, dass eine solche Verteilung möglich ist.

Lösungsweg Seite 1 

Lösungsweg Seite 2 

Lösungsweg Seite 3