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Biologiestunde an Bille und Au

Mit Fernglas

Verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 ist seit 2001 ein vogelkundlicher Rundgang im Winter. Die Termine für Kleingruppen zu etwa fünf Schülerinnen oder Schülern liegen in der 7./8. Stunde. Der Rundgang führt zunächst zu unserer Futterstelle auf der Ökostation. Wir gehen in den Bauwagen, der sonst als Geräteschuppen dient und in den wir schmale Fenster geschnitten haben, durch die wir beobachten können. Wir haben die Vögel dicht vor uns, ohne dass sie uns bemerken. Dann gehen wir zu den Brauereiteichen und weiter am Bille-Wanderweg entlang. Pro Rundgang (Dauer insgesamt eineinhalb Stunden) bestimmen wir 15 bis 26 Arten, mehrmals sogar einen Eisvogel. Dann ist die Freude natürlich groß und Mancher entschließt sich nach einem interessanten Rundgang in die AG Grünlinge einzutreten.

Und Ultraschalldetektor

Am letzten August-Wochenende gibt es jedes Jahr in ganz Europa die „Nacht der Fledermäuse“. Die Veranstaltungen dienen dazu, über die fliegenden Säugetiere zu informieren und auf ihre Bedrohung durch Umweltveränderungen und ihre mögliche Rettung hinzuweisen. Das Hansa-Gymnasium beteiligt sich an diesen Bemühungen. Auf der „Ökostation Billetal“ haben wir einige Fledermaushöhlen angebracht.
In der „Nacht der Fledermäuse“ geht es uns aber vor allem darum, dass unsere Schülerinnen und Schüler Fledermäuse in der Natur sehen und hören können. - Hören? Fledermäuse rufen im Ultraschallbereich, der für den Menschen nicht hörbar ist. Unser vom Schulverein finanzierter Fledermaus-Detector macht's möglich: Die Ultraschall-Rufe der Fledermäuse werden in tiefere Töne umgewandelt und so für uns hörbar. Für unsere Beobachtungen hat sich Aumühle als ideal erwiesen, weil es am Mühlenteich und im Naturschutzgebiet Billetal noch stabile Populationen mehrerer Fledermaus-Arten gibt. Der Mühlenteich liegt windgeschützt direkt am Sachsenwald. Über seinem kaum fließenden Wasser fliegen viele Insekten, vor allem nachts.
Zuerst gehen wir, solange es noch nicht dunkel ist, ein kleines Stück durch den Sachsenwald bis zum Naturschutzgebiet Billetal, wo es viele uralte und teilweise schon abgestorbene Buchen und Eichen gibt - ideal für Fledermäuse. Sobald die ersten aus ihren Schlupflöchern kommen, gehen wir zurück, um die verbleibende Zeit am Ufer des Mühlenteiches zu verbringen. Hier herrscht jetzt reger „Flugbetrieb“. Wenige Meter vor uns jagen mehrere der winzigen Wasserfledermäuse (Gewicht 10 g; Frequenz 55 kHz). Ihre Laute sind nicht nur sehr hoch sondern auch extrem kurz und werden in sehr schneller Folge ausgestoßen. In etwa 10 m Höhe fliegt ein Großer Abendsegler (40 g; 23 kHz), dessen Ultraschall-Laute aus dem Bat-Detector so klingen, als wenn dicke Tropfen ins Wasser fallen. Wer geschickt ist, bekommt eine Fledermaus in den Lichtkegel der Taschenlampe.