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Bio ohne Leben - ohne uns!

Ebenfalls eine lange Tradition hat am Hansa-Gymnasium die Haltung lebender Tiere. Aus meiner Schulzeit in den 1960er Jahren erinnere ich ein Insectarium mit Stabheuschrecken und ein Nordsee-Aquarium auf dem Flur im 2. Stock, in dem ein Klippenbarsch, kleine Schollen, Einsiedlerkrebse und Seeanemonen gehalten wurden. Dann schuf Herr Graumann mit Hilfe des Hausmeisters und des Laboranten inoffiziell und aus Altmaterial einen großzügigen Aquarienbereich mit Schauseite und Wärtergang, indem ein Teil der Arkaden im 2. Stock vom Flur abgetrennt wurde. Jahrelang konnte man nun das muntere Treiben verschiedenster Aquarientiere beobachten und nicht minder munter war das Treiben der Ordner „hinter den Kulissen“. Dem wurde in unschöner Weise ein Ende gesetzt, als behördlicherseits die Anlage aus Gründen des Denkmalschutzes beanstandet wurde, weil die Rundbögen nicht mehr richtig zur Geltung kamen. Nach dem Abriss erfolgte ein offizieller und teurer Neubau, der wegen der Rundbögen um 2 cm zurück gesetzt wurde, jedoch nicht genutzt werden konnte, weil die Konstruktion dem Zweck nicht entsprach. Die Anlage wird heute von der Physik als Ausstellungsfläche genutzt.
Als der Neubau Anfang der 70er Jahre kam, gelang es Herrn Graumann irgendwie, von dem, was eigentlich als südlicher Haupteingang zum Neubau vorgesehen war, den Vorraum durch eine Glaswand abtrennen zu lassen, wodurch eine Art Wintergarten entstand. Damit erhielt die Schule ein phantastisches Vivarium, Gewächshaus und Zoo zugleich, nach Süden exponiert, mit Außentür, Wasseranschluss und Bodenablauf. Hier arbeiteten in den großen Pausen bis zu 20 Schülerinnen und Schüler in der Tier- und Pflanzenpflege. Unvergessen ist unser erstes Axolotl-Paar Axel und Lotte von dem eine Zucht ausging, die uns zeitweise Hunderte winziger Jungtiere bescherte. Einmal entwickelt sich ein Tier ohne unser Zutun zu einem Landmolch - etwas ganz Besonderes! Zu Publikumslieblingen entwickelten sich allerdings unsere Boa constrictor Snoopy und ihr Nachfolger, der Königspython Hektor. - Leider ist das Vivarium der Erweiterungsmaßnahme 2005/2006 zum Opfer gefallen. Der Bereich wurde - wie ja bereits vor 35 Jahren geplant - nun doch noch zum Südeingang des Neubaus, denn der Nordeingang ist wegen des Aula-Neubaus verschwunden. Als Ersatz wurde ein Vivarium bei der Cafeteria eingerichtet.