Chinin und Malaria
Es begann schon alles recht früh… Cicero berichtete schon von einer Krankheit, die die Menschen quält und deren Aussehen ins Negative veränderte.
Zu Beginn der Kolonialisierung trugen die Weißen die Krankheit in die Welt, selbst in Gebieten, wo man von dem kalt-nassen Fieber noch nie gehört hatte, wurde man heimgesucht.
Und was half gegen die Krankheit? Irgendein Zaubermittel? Eine magische Formel, mit der man das Fieber wegwünschte?
Chinarinde
Ein "Zaubermittel" wurde lange Zeit das erstmals 1820 als Reinsubstanz Reinsubstanz gegen Malaria und Fieberanfälle eingesetzte Chinin angesehen. Es wurde dann durch synthetische Malariamittel stark zurückgedrängt. Durch das Auftreten resistenter Erregerstämme Mitte des letzten Jahrhunderts gewann Chinin aber wieder an Bedeutung.
Chinin wurde aus der Chinarinde (Quin-quina, die „Rinde der Rinden“ wie sie von den Einheimischen genannt wird) isoliert. Chinin ist u. a. in dem erfrischenden Getränk Tonic Water zu finden. Den Namen Chinin hat man der Gräfin von Chinchon zu verdanken, die als Ehefrau des spanischen Vizekönigs in Peru lebte. Sie erkrankte 1636 an Malaria. Ihr Leibarzt verabreichtete ihr die geheimnisvolle Rinde und sie wurde geheilt.
Übersicht
Ronald Ross, Chirurg aus England, fand 1898 den Zusammenhang zwischen dem Malariaerreger und dem Stich der Mücke heraus und erhielt dafür den Nobelpreis für Medizin 1902.
Malaria ist eine Krankheit die besonders in den Tropen und Subtropen vorkommt, denn dort findet man oft stehendes Wasser. Hier findet man die Anophelesmücke, den Überträger des Malariaerregers Plasmodium. Der Stich einer Anophelesmücke, die den Erreger plamodium in sich trägt, setzt einen fatalen Kreislauf in Gang, der tödliche Folgen haben kann.
Besonders in den Touristengebieten findet man die Anophelesmücke. Deshalb ist es wichtig, bevor man in solche Gebiete fährt sich genügend zu informieren und vor allem die Malaria-Prophylaxe zu nehmen. Noch gibt es keine Impfung gegen die Malaria, aber seit einigen Jahren wird verstärkt daran geforscht. Denn Jahr für Jahr werden weltweit 300 bis 500 Millionen Menschen mit Malaria infiziert, weit über eine Million von ihnen sterben an den Folgen der Infektion.

