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Eisenpräparate - die neuen Wundermittel?

Wurden auch sie als Kleinkind "überredet" Spinat zu essen. Lange Zeit - und immer noch - kursieren Irrtümer über Eisen in Nahrungsmitteln. So wurde auch aus mir kein bärenstarker "Poppey".
Viele Menschen greifen auch auf die Chemie zurück und hoffen auf Besserung von Beschwerden, die auf Eisenmangel zurückzuführen sind.
Doch was können die kleinen Wunderpillen wirklich und vor allen Dingen wie wirken sie?

Diesen Fragestellungen soll in dem Beitrag Eisenpräparate aus dem S4 Chemie-Lk-Kurs nachgegangen werden.

Fakt ist, dass rund 25% der Weltbevölkerung unter Eisenmangel leidet. In Deutschland sind sind vor allem Frauen im menstruierenden Alter (ca. 18%), aber auch rund 4 % der Männer zwischen 18 und 54 Jahren betroffen. Hinzu kommt, dass Frauen einen geringeren Eisenspeicher als Männer haben (Eisen im Körper). Bei einer zu geringen Zufuhr, kann ihr Körper deswegen oft nicht auf genug Eisen zurückgreifen.
Als besondere Risikogruppe gelten Schwangere, Heranwachsende, Sportler, Vegetarier und Veganer. Da Vegetarier und Veganer kein Fleisch essen, fehlt ihnen oft das leicht verwertbare tierische Eisen (Eisenaufnahme). Ein Eisenmangel kann jedoch nicht nur durch falsche Ernährung, sondern auch durch einen Blutverlust, eine verminderte Aufnahme oder erhöhten Eisenbedarf (z.B. in einer Schwangerschaft) entstehen. Er kann in verschiedenen Formen vorkommen, sowie unterschiedlich stark ausgeprägt sein (Eisenmangelerkrankungen).
In 80% aller Fälle von Eisenmangel ist jedoch ein starker Blutverlust die Ursache.

Ein beginnender Eisenmangel kann nur durch eine Untersuchung des Blutes festgestellt werden und bleibt daher meist lange Zeiz unerkannt. Da viele Menschen die Symptome eines solchen Mangels nicht kennen und nicht vorbeugend zur Blutuntersuchung gehen, leiden sie an einem „versteckten“ Eisenmangel.
Obwohl sie die Folgeerscheinungen spüren, bringen sie diese nicht in Verbindung mit einem Mangel.
Maßgebliche Merkmale für einen Eisenmangel sind z.B.:

Natürlich ist jedes Merkmal für sich genommen kein eindeutiges Indiz für einen Eisenmangel. Aber sobald mehr als fünf Kennzeichen auf Sie zutreffen, sollten sie Zeit in einen Besuch bei ihrem Hausarzt investieren.

Denn das Eisen, das zwei- oder dreiwertig in unserer Nahrung vorkommen kann, spielt die wesentliche Rolle beim Sauerstofftransport in unserem Körper. Fehlt das Eisen als Baustein bilden sich die oben beschriebenen Mangelerscheinungen aus. Denn das Eisen ist der wesentliche Bestandteil des Hämoglobins, das den Sauerstoff an sich bindet. Deswegen kann ein solcher Mangel auch nicht durch anderes Nahrungsmittel ausgeglichen werden.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und in der Regel sehr effektiv. Im Regelfall werden Eisentabletten verschrieben und über einen längeren Zeitraum eingenommen. Es gibt auch die Alternative von Injektionen. Sie wird aber nur bei speziellen Krankheitstypen eingesetzt.

Wer sich jedoch zu den entschiedenen Gegnern der Pharmazie zählt, kann auch die gesunde Variante wählen:

Die gesunde Variante 

Dafür wird ein Apfel für eine Stunde mit 6 bis 7 Nägeln bespickt und anschließend gegessen. Ein Teil des Eisennagels wird nämlich durch die Fruchtsäuren im Apfels oxidiert und bleibt als zweiwertiges Eisen zurück. Diese Eisenionen können vom Körper verwertet werden.

So können selbst Vegetarier ohne Einnahme von Nahrungsergänzungspräparate ihren Eisenspiegel auf gesunde Art und Weise regulieren.

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