Fotometrie

Das Projekt
Seit Ende 2007 wird modellhaft eine neuartige kommunikative Interaktion zwischen Schule und Hochschule auf naturwissenschaftlich technischem Gebiet erprobt. An diesem Projekt sind das MINT-Profil des Hansa-Gymnasiums (Frau Lohmar) und die HAW Hamburg, Fakultät Life Sciences (Prof. Dr. Elsholz) beteiligt.
Die Grundidee besteht darin, dass Schüler/innen sowohl auf sie zugeschnittene Veranstaltungen an der HAW Hamburg besuchen (ähnlich der Form von Schülerlaboren) als auch, dass das mobile Schullabor der HAW Hamburg in den planmäßigen naturwissenschaftlichen Unterricht am Hansa-Gymnasium eingebracht wird (in Form von Experimentierkursen an der Schule). Letzteres wird durch Studierende, die sich an der Durchführung von Unterrichtseinheiten am Hansa-Gymnasium beteiligen, unterstützt. Es besteht eine feste Partnerschaft zwischen Chemiekursen des Hansa-Gymnasiums (organisiert durch Frau Lohmar) und dem Arbeitsbereich Chemie der Fakultät Life Sciences der HAW Hamburg (organisiert durch Frau Prof. Dr. Töfke und Herr Prof. Dr. Elsholz).
Thema ist die Fotometrie. Inhaltlich sollen die Schüler/innen Photosensoren in Eigenarbeit herstellen und anschließend für chemische Analysen z.B. von Ethanol, Ammonium, Nitrit und Phosphat und für kinetische Experimente einsetzen.
Das Projekt wird finanziell unterstützt durch den vci.
Warum gerade Fotometrie?
Die Fotometrie eignet sich in besonderem Maße für die Durchführung fächerübergreifender naturwissenschaftlicher Projekte. Ihre Grundlagen liegen im Bereich Physik (Optik) und Mathematik (Logarithmische Zusammenhänge) und ihre Wurzeln reichen bis in die Bereiche der Geologie (Kristalle) und Astronomie (Sonnenspektrum). Die Anwendungen sind heute überwiegend im Bereich der Chemie (chemische Analysen) und der Biologie (Verfolgung biologischer Stoffumsätze). Der Aufbau kann so einfach gestaltet werden, das mit Kenntnissen aus der Technik (Elektronik inkl. löten) Apparaturen selbst hergestellt werden können. Bei der Auswertung der Messungen ist es vorteilhaft diese über Tabellenkalkulation und / oder kleine selbst geschriebene Programme vorzunehmen, so dass auch die Informatik einbezogen werden kann.
Beschreibung der kooperierenden Institution
Die Fakultät Life Sciences der HAW Hamburg bietet in 8 Studienrichtungen (Biotechnologie, Gesundheit, Hazard Control, Medizintechnik, Ökotrophologie, Rescue Engineering, Umwelttechnik und Verfahrenstechnik) Bachelor- und größten Teils auch Master-Studiengänge an.
Mit Einstellung des Studienganges Chemieingenieurwesen Ende der 1990er Jahre wurden insbesondere die Studiengänge Biotechnologie und Umwelttechnik stärker chemisch geprägt. Um diese chemische Ausrichtung bekannt zu machen, hat sich der Arbeitsbereich Chemie der Fakultät (Koordinator Prof. Dr. Elsholz) an vielen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen der Hochschule beteiligt. Beispiele sind die regelmäßige Betreuung von Schülerpraktikant(inn)en, Durchführung von Praktika für Schüler/innen nach Absprache mit Lehrer(inn)en und/oder im Rahmen von Veranstaltungen wie Tag der offenen Tür der Labore, Tag der offenen Tür der Fakultät, Girls-day, Herbst-Hochschule, Durchführen einer Experimental-Vorlesung „Chemie farbenfroh - von der Alchemie zur modernen Analytik“ anlässlich des Tag der offenen Tür der Labore 2003, der langen Nacht des Wissens 2005, sowie kurz vor Weihnachten 2003, 2004 und 2006 und zu einer Veranstaltung im Jahr der Chemie an einem Lüneburger Gymnasium, Durchführen einer Experimental-Vorlesung Chemie im Rahmen der Kinder-Uni 2005Vorstellung des mobilen Schullabors auf den Hochschulinformationstagen und auf dem Tag der offenen Tür der Fakultät 2007.
Die Fakultät Life Sciences betreibt unter der Leitung von Herrn Prof Dr. Ullrich sehr erfolgreich ein Schülerlabor (http://www.haw-hamburg.de/4294.0.html) in dem Schüler/innen mikrobiologische Versuche in einem modern ausgestatteten Labor durchführen.
Das hier beschriebene mobile Schullabor ist dagegen eher dem Bereich chemischer Messungen zuzuordnen und soll sowohl in der Hochschule als auch in der Schule einsetzbar sein.


