Sie sind hier: 

>> N Chemie  >> Projekte  >> XLab Göttingen 

  |  

Aktuelles

  |  

Termine

  |  

Sitemap

  |  

Kontakt

  |

Projektwoche im XLab Göttingen

XLab Göttingen Projektwoche 2007 Chemie-LK 

Projektbericht "X-Lab" Göttingen

Wir wollen im Folgenden von der Kursfahrt unseres Chemie-LKs zum Göttinger „X-Lab“ berichten.

Am Sonntag den 01. Juli 2007 machten wir uns mit dem ICE 681 um 14:58 Uhr auf den Weg nach Göttingen um dort 5 Tage lang die Geheimnisse der Chemie experimentell zu erkunden.

Montag, 02. Juli
Wir treffen zum ersten Mal auf den „bunten Würfel“, das X-Lab, ein kubischer Bau mit Farbcodierung je nach Fachrichtung: Physik (orange), Chemie (gelb), Biologie (grün) und Biophysik (blau). Wir bewegten uns hauptsächlich im gelben Bereich, verbrachten aber auch schöne Stunden im Orangefarbenen.
Das Thema am Montag war die „Strukturaufklärung der Citronensäure“. Wir lernten sowohl althergebrachte Methoden, also Wege funktionelle Gruppen zu identifizieren, als auch modernste Verfahren, wie z.B. die Röntgenstrukturaufklärung, NMR-Spektroskopie und Massenspektroskopie, kennen.

Dienstag, 03. Juli
Wir waren nicht mehr allein im Labor! Eine Klasse von einem anderen Gymnasium machte uns unser Territorium streitig und wir waren gezwungen die Chemikalien und Geräte zur Synthese von Farbstoffen, denn das war unser Thema an diesem Tag, mit ihnen zu teilen.
Wir setzten unsere Schulkenntnisse von der Herstellung verschiedener Farbstoffe zum ersten Mal praktisch um und synthetisierten Azo-, Triphenylmethan- und Carbonylfarbstoffe. Diese testeten wir auf ihre Wirkung als Indikator, färbten mit Ihnen verschiedene Stoffe und bestimmten im Photometer ihr Absorptionsmaximum. Die praktische Erfahrung stand am Dienstag klar im Vordergrund.

Mittwoch, 04. Juli
Wir waren citronensauer, denn das Thema dieses Tages war komplex. Entschuldigung, wir meinen natürlich, es ging um die Komplexbildungseigenschaften der Citronensäure. In dem Zusammenhang führten wir unter Leitung zweier netter Chemie-Studentinnen einige Versuche im Labor durch und arbeiteten im Anschluss wieder mit dem Photometer, um für die Konzentrationsbestimmung das Absorptionsspektrum des Eisen-Dicitrato-Komplexes aufzunehmen.
Abschließend war ein Besuch in einem Labor der Universität geplant, wo wir sehr anschaulich über die NMR-Spektroskopie unterrichtet wurden.

Donnerstag, 05. Juli
Es war so ein Tag im orangenen Bereich: Wir führten einige kleine Experimente zur Röntgenstrukturaufklärung durch, unter anderem ein Modellexperiment zur so genannten Braggschen Gleichung, und machten nach dem Mittagessen in der Nordmensa der Göttinger Universität mit Versuchen zum Thema Elektrochemie weiter. In dem Zusammenhang ließen wir kleine Elektromotoren mit selbstgemixten Brennstoffzellen laufen oder stellten per Elektrolyse Wasserstoff her, den „Treibstoff der Zukunft“.

Freitag, 06. Juli
Am letzten Tag unserer Reise arbeiteten wir zunächst wieder mit einer PEM-Brennstoffzelle und bestimmten deren Leistungsfähigkeit, wenn sie mit reinem Sauerstoff oder mit Luft betrieben wird. Dabei stellte sich heraus, dass es durchaus ökonomisch wäre, eine kommerzielle Brennstoffzelle mit Luftsauerstoff zu betreiben und sich den zusätzlichen Tank für den reinen Sauerstoff zu sparen.
Am Nachmittag stellten wir verschiedene Kunststoffe her. Unter anderem auch Plexiglas, Nylon und Moltoprenschaum. Hier erst zeigte sich, was für Spielkinder wir eigentlich sind, denn das Ausfüllen verschiedenster Gefäße, unter anderem eines Gummihandschuhs, mit Moltoprenschaum bereitete uns das größte Vergnügen.
Erschöpft und doch zufrieden mit dem Verlauf dieser Woche, die für uns eine bereichernde Erfahrung gewesen ist, kamen wir abends um 21 Uhr wieder zu Hause am Hamburger Hauptbahnhof an.