Direktreduktion
Anstelle einer Hochofenanlage, wie sie z.B. typisch für das Ruhrgebiet ist, liefert in Hamburg eine sogenannte Direktreduktionsanlage den Eisenschwamm. Statt Steinkohlenkoks kommt hier Erdgas zum Einsatz, das mit Kohlendioxid zu einem Prozessgas aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid reagiert. Oxidische Eisenerze (Hämatit in Pelletform) werden mit Hilfe des Prozessgases zu Eisenschwamm reduziert, das einen Metallgehalt von 93 bis 96 % und einen Kohlenstoffgehalt von 1 bis 2,5 % enthält. Der Eisenschwamm weist einen hohen Reinheitsgrad auf und ermöglicht dadurch die Herstellung von Stählen mit besonders hoher Qualität.
Das Produkt mit einem großen Porenvolumen wird im Elektrolichtbogenofen eingeschmolzen.
