Stahlherstellung
Je nachdem, welche Qualität der Walzdraht haben soll, wird mehr oder weniger viel Eisenschwamm aus der Direktreduktion und Stahlschrott aus großen Kübeln in den Elektrolichtbogenofen gefüllt. Wird dann der Deckel mit den Elektroden wieder über die Ofenöffnung geschoben, glaubt man, dass die Erde neu entsteht. Flammen schlagen in die Höhe und das Donnern ist trotz Gehörschutz infernalisch. Die abgesenkten Elektroden haben den Lichtbogen gezündet, so dass der Schrott rasch bei ca. 1600° C zu einer homogenen Schmelze wird. Durch Zusatz von Kalk und Flussspat bildet sich darauf die spezifisch leichtere Schlacke.
Zum "Abstich" wird das gesamte Ofengefäß geneigt: Große Gießpfannen transportieren nach dem Abgießen der Schlacke den Rohstahl in den Pfannenofen, wo die Schmelze durch gezielte Zugabe von Legierungszuschlägen auf die gewünschte Qualität eingestellt wird.
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| Copyright ArcelorMittal Entleerung des Schrottkorbs | Copyright ArcelorMittal Abstich des Schmelzofens |
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| Copyright ArcelorMittal Stranggussanlage | Copyright ArcelorMittal Stranggussanlage: glühende Knüppel |
Aus dem Pfannenofen wird der fertige Stahl zunächst zu sogenannten Knüppeln im Strang vergossen (Stranggussanlage), immer 6 Knüppel gleichzeitig mit je ca. 12 -16 m Länge und 1,5 t Gewicht. Unzählige dieser schlanken Stahlblöcke warten auf dem Knüppelplatz gestapelt und chargenweise markiert - auf den letzten Verarbeitungsschritt, das Durchlaufen der Walzstraße.
