Interview
Aluminium - ein Werkstoff mit Zukunft!
Interview mit Dipl.-Ing. André Abbe, Leiter Prozesstechnik, TRIMET ALUMINIUM AG, Hamburg
NaT: Sie sind nicht nur Diplom-Ingenieur sondern auch Diplom- Wirtschaftsingenieur. Wie wichtig ist die Wirtschaftlichkeit im Produktionsprozess?
André Abbe: Die Wirtschaftlichkeit ist bei der Aluminiumproduktion durch die hohen Energiekosten besonders wichtig. Wir müssen hier mit besonders spitzem Bleistift rechnen. Hier ein Beispiel: 1 Cent +/- pro kWh macht in unserer Stromrechnung für den Standort Hamburg ca. 20 Mio. Euro aus.
NaT: Die Aluminiumindustrie hat einen sehr hohen Energiebedarf – auf der anderen Seite reduziert Aluminium Gewicht und damit den Treibstoffverbrauch. Wie sieht hier eine ganzheitliche Betrachtung aus?
André Abbe: Für 1 kg Primäraluminium benötigen wir nicht mal 14 kWh und liegen somit deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt. Dies erscheint auf den ersten Blick immer noch viel, doch diese Energie bleibt ja im Metall quasi gespeichert. Weltweit befinden sich 150 Millionen Tonnen Aluminium im Transportbereich in Verwendung. Hierdurch werden jährlich 150 Millionen Tonnen Kraftstoff eingespart. Dies ist eine Reduktion von mehr als 450 Millionen Tonnen CO2-Emissionen und entspricht mehr als dem dreifachen des deutschen Kraftstoffverbrauchs pro Jahr (45 Millionen Tonnen).
NaT: Was fasziniert Sie an Aluminium?
André Abbe: Aluminium ist das Metall der Zukunft. Das tolle an Aluminium sind die vielen Einsatzmöglichkeiten, die ausgezeichnete Bearbeitbarkeit, die Korrosionsfestigkeit, aber auch die Eleganz des Produktes.
NaT: Warum sollte ich mich als junger Mensch für Aluminium interessieren?
André Abbe: Aluminium ist das Metall der Zukunft. Das ist der Grund, warum TRIMET sich auch weiterhin für den Standort Deutschland stark macht und jungen Menschen in dieser hochmodernen Industrie eine Perspektive geben möchte. Wir laden auch herzlich dazu ein, unsere Hütte in Hamburg-Altenwerder zu besuchen.
(Das Interview wurde geführt von der Initiative NaT)
